“The depth of the orchestra…

what a blessing under Carlo Benedetto Cimento.”

©Sven-Kristian Wolf

Vita


Der italienische Dirigent Carlo Benedetto Cimento ist seit der Saison 2023/24 Erster Kapellmeister am Salzburger Landestheater, wo er unter anderem Il barbiere di SivigliaLucio SillaDornröschen, Il viaggio a ReimsDer Feischütz und Hänsel und Gretel dirigierte. Sein Einfluss auf den Klang des Mozarteumorchesters Salzburg, auf die ganzheitliche Konzeption des Bühnengeschehens sowie seine Anleitung des Sängerensembles wurden von Publikum und Presse gleichermaßen bemerkt wie enthusiastisch gelobt. Ein Höhepunkt des Jahres 2025 wird die österreichische Erstaufführung von Salieris Il mondo alla rovescia sein, einer Rarität, die Cimento selbst in den Archiven des Teatro in Legnago entdeckt hat. Außerdem wurde er vor kurzem “Conductor in Residence” von KALA Chamber Orchestra nominiert.

2023 debütierte er in seiner Heimat und dirigierte ein Verdi-Galakonzert und Orpheus in der Unterwelt am Teatro Verdi in Triest. Dort arbeitete er auch als Assistent des neuen musikalischen Leiters Enrico Calesso für I Capuleti e i Montecchi, Ariadne auf Naxos und La Cenerentola.

Cimento ist auch im symphonischen Repertoire zuhause. So trat er unter anderem im Wiener Musikverein, in der Felsenreitschule in Salzburg, im Schlosstheater Schönbrunn und im Konzertsaal der Musikuniversität Peking auf. Er dirigierte Orchester wie die Cappella Aquileia, das ORF Radio-Symphonieorchester Wien, die Norddeutsche Philharmonie, das Orquesta filarmónica de Gran Canaria und die Münchner Symphoniker.

Besonders wertvoll sind seine Erfahrungen im Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis, u.a. als Assistent von Martin Haselböck an der Wiener Akademie (Liszt Festival Raiding, Brucknerhaus Linz), von Thomas Hengelbrock mit dem Balthasar-Neumann-Chor und Ensemble (Cavalleria Rusticana in Baden-Baden) und von Christoph Meier beim Festival „Teatro Barocco“ in Wien, wo er vom Hammerklavier aus die Uraufführung von Bendas Philon und Theone, Glucks La corona und Haydns L’isola disabitata dirigierte. Diese Produktion wurde für den „Österreichischen Musiktheaterpreis 2019“ nominiert. 

Da er eine große Leidenschaft für die Arbeit im engen Kontakt mit Sängern hat, war er als italienischer Coach der Gesangsklassen an der HfM Würzburg tätig und nimmt regelmäßig als Juror an renommierten Gesangswettbewerben wie „Vincerò“ und dem „Belvedere Singing Competition“ teil. Von 2021 bis 2023 war er Solorepetitor und Kapellmeister am Mainfranken Theater Würzburg und 2020 Repetitor am Theater Kiel. 

Durch seine frühe Karriere als Organist und Komponist etabliert sich Cimento heute als Dirigent mit einem frischen Ansatz an die Partitur, aber auch einem ausgeprägten Gespür für die historische Praxis.. Er besuchte die Improvisationsklasse von Loïc Mallié, dem Schüler von Olivier Messiaen, am CNSMD in Lyon, schloss sein Orgeldiplom bei Pier Damiano Peretti und sein Dirigierdiplom bei Johannes Wildner am MDW in Wien ab, beide mit Auszeichnung. Außerdem erwarb er einen Masterabschluss an der HMT in München bei Marcus Bosch und Georg Fritzsch und besuchte Meisterkurse bei renommierten Dirigenten wie Christian Thielemann (Bayreuther Festspiele), Daniele Gatti (Accademia Musicale Chigiana) und Andrés Orozco-Estrada, Yu Feng, Karel Mark Chichon, Donato Renzetti, Michalis Economou und Nicolás Pasquet.

Er ist Gewinner der „Ö1 Talent Börse“, eines Preises, der die talentiertesten Kunststudenten Österreichs auszeichnet, und des „9. Max Liebhaber-Nachwuchspreises 2019“ der „Opernfestspiele Heidenheim“.